Männliche Jugend C der SG-Petersberg nimmt am Nidda-Cup 2012 teil
Unsere männliche C-Jugend
hat am Sonntag, 08. Januar 2012 am mit über 100 Mannschaften besetzten
Turnier der SG Nied, dem sog. Nidda Cup, teilgenommen. Das Turnier ist europaweit
ausgeschrieben und dementsprechend auf sehr hohem Niveau. Aus dem hiesigen
Raum war nur noch die weibl. A-Jugend aus Flieden beteiligt.
Im C-Jugendbereich waren alle 15 Plätze belegt und unsere Mannschaft
hatte in Gruppe II mit der SG Wallau I (2. Platz Oberliga Mitte), der SG Babenhausen
(2.Platz Oberliga Süd), der HSG Mörlen (Bezirksoberliga Mitte Wiesbaden-Ffm)
und der 2. Mannschaft der Rheinhessenauswahl eine sehr starke Gruppe. Allerdings
waren die anderen Gruppen keinesfalls schlechter besetzt und eigentlich spielten
nur 2 weitere Mannschaften (SG Nied und SG Sossenheim) ligamäßig
(Bezirksliga B) mit uns auf „Augenhöhe“.
So trat dann die Mannschaft, leider nicht ganz vollzählig, bereits um
08:30 die Reise nach Frankfurt Nieder-Eschbach an. Eigentlich sahen die Spieler
keine Chance angesichts des Teilnehmerfeldes, aber diese wollten sie nutzen.
Reichlich früh war man dann vor Ort und konnte sich in aller Ruhe vorbereiten.
Da die Mannschaft erst im dritten Spiel in das Geschehen eingriff, konnten
die Gegner schon einmal begutachtet werden. Manch ein Spieler wäre da
am liebsten schon wieder nach Hause gefahren. Das ging aber nicht und so kam
was kommen musste: Anpfiff zum Spiel gegen die HSG Mörlen. In der anfänglichen
Nervosität lieferte man sich einen Schlagabtausch, doch nach etwa 8 Minuten
bekamen unsere Jungs die Oberhand und konnten sich sehenswert in Szene setzen.
Der Rückraum mit Carl Rathgeber und Niklas Kümmel war treffsicher
und lockte die Abwehr ein ums andere Mal vom Kreis weg. Den Freiraum nutzte
Augustin Goldbach für schöne Treffer. Selbst Youngster Dominik Scholz
konnte sich in die Torschützenliste eintragen. So wurde das Spiel verdient
mit 11:7 gewonnen. Eigentlich war sogar noch mehr drin. Dann kam der erste
harte Brocken: die SG Wallau I. Gegen den Oberligisten, der mit entsprechenden
Ambitionen angereist war, zeigte sich der Unterschied körperlich, konditionell
und auch spielerisch. Man verlor mit 16:4 jedoch zu deutlich. Das dritte Spiel
ging dann gegen die Rheinhessenauswahl 2. Auswahlmannschaften sind schwer
auszurechnen, konnte man doch gute Ansätze und spielerische Fähigkeiten
erkennen. Das Spiel begann sehr gut für uns, man führte schnell
mit drei Toren. In Anbetracht des sicher geglaubten Sieges führte Leichtsinn
und Überheblichkeit dazu, dass die Auswahl auf 5:4 verkürzen konnte.
Erst eine deutliche Steigerung unseres Torwarts und ein sicher verwandelter
Siebenmeter brachten den Sieg in trockene Tücher. Jetzt stand noch das
Spiel gegen die überlegene und sehenswert Handball spielende Mannschaft
aus Babenhausen an. Da sich Babenhausen und Wallau I unentschieden trennten,
musste das Torverhältnis über den Gruppensieg entscheiden. Entsprechend
motiviert ging Babenhausen in das Spiel gegen uns. Es endete 19:3, was aufgrund
fehlender Motivation unsererseits auch völlig in Ordnung ging. Hier gibt
es für den Trainer noch reichlich Ansatzpunkte. Aber immerhin zeigte
sich unser Torwart nun endlich von der besseren Seite und hielt einige hochkarätige
Würfe, was dann Babenhausen „nur“ den 2. Platz bescherte.
Da zeigte sich dann, welches Potenzial eigentlich in ihm steckt.
Für die Finalspiele haben wir uns nicht qualifizieren können, weil
die Drittplatzierten der anderen Gruppen ((TV Hattersheim (Bezirksoberliga
Mitte Wi-Ffm) und TG Oberursel (Oberliga Mitte)) das bessere Torverhältnis
aufweisen konnten und nur zwei der Drittplatzierten weiter kamen.
Dennoch war die Turnierteilnahme ein tolles Erlebnis für die Mannschaft.
Zum Einen, weil man klassenhöhere Mannschaften bezwingen konnte und zum
Anderen, weil Gegner dabei waren, gegen die man normalerweise nicht spielt.
Wir haben, als die in der untersten Klasse spielende Mannschaft, den dritten
Platz der Gruppe erreicht!
Man darf zu Recht sagen, dass das Ergebnis für uns ein voller Erfolg
war, es Spaß gemacht hat und sich die weite Reise auf jeden Fall gelohnt
hat.
Elmar Kümmel (Betreuer)
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